Web 2.0 – Sie sind hier falsch!

In der aktuellen Ausgabe des „KM Magazin“ ist auf der Seite „Linktipps zu Blogs über Web 2.0 im Kunst- und Kulturbereich“ auch ein Link zu diesem Blog zu finden. Mich ehrt es zwar sehr, in einer Reihe mit „berühmten“ Blogs wie dem kulturblog.net, Kulturmanagement-Blog, kulturmarketingblog.de und anderen zu stehen – aber um ganz ehrlich zu sein passt es eigentlich nicht in diese Reihe. Mein Blog dreht sich nur ganz am Rande um das Thema „Web 2.0“, Kulturmarketing und Kulturmanagement. Weiterlesen

Im welcher Version leben wir eigentlich?

Oder: Warum man aktuelle Projekte nicht mit dem Label „Web 2.0“ versehen sollte.

Das „Web 2.0“ ist Geschichte – und wahrscheinlich sogar eine großartige Geschichte. Nur selten hat ein Buzz-Word so eingeschlagen wie der von Tim O’Reilly Ende 2005 weltweit publik gemachte Begriff. Die Idee der Versionsnummer wurde in alle Bereiche portiert: „Journalismus 2.0“, „Politik 2.0“ ja sogar über „Kochen 2.0“ ist zu lesen – auch wenn meist leider keine so wohlüberlegte Vorstellung wie hinter dem „Web 2.0“ Gedanken von O’Reilly steckte. Doch nun ist der Begriff in die Jahre gekommen. Anfangs sollte damit der innovative Aspekt der Konzepte, Technologien und Geschäftsmodelle herausgestellt werden, die sich jedoch inzwischen schneller als je vermutet als Standard etabliert haben, insbesondere UGC bzw. der große Bereich Social Media/Software. Weiterlesen

Kaktuskunst am Karfreitag?

Kaktus ans Kreuz?Letzten Ostern ging Kippenbergers Frosch am Kreuz mit dem wunderbaren Titel „Die Füße zuerst“ durch die Medien. Inspiriert von dieser 1990 entstandenen köstlich-postmodernen (oder posttraumatischen?) Installation bot mir kürzlich der befreundete Medien- und Installationskünstler Marcel Engel an, am diesjährigen Karfreitag in einer kleinen Performance den Kaktus ans Kreuz zu nageln und dies auf Video zu dokumentieren (der vorgeschlagene Arbeitstitel lautet „Passion Cacti – Ohne Dornenkrone“). Weiterlesen

Unsinn 2.0 – Warum sich manch ein Kulturbetrieb mit webzweinulligen Marketing selbst ins Bein schießt

Gerade habe ich eine Einreichung für das Unwort des Jahres 2009 abgeschickt: Zweinull. Ja, ich kann es eigentlich nicht mehr hören. Um es gleich vorab zu sagen: ich hab nichts gegen Web 2.0 – ganz im Gegenteil. Aber wenn ich heute Mitarbeiter aus Theaterbetrieben, Museen oder Hochschulen voller Begeisterung über das „neue Web 2.0″ reden höre, kommen mir die Tränen. Das „neue“ Web 2.0? Mein Gott, es ist ein alter Hut, wir hatten Euch davon doch schon vor drei – ach – vier Jahren erzählt, erinnert Ihr Euch nicht mehr? Damals mussten wir Euch in unseren Vorträgen noch erklären, was  YouTube ist, was man unter einem Blog versteht und was es mit dieser UGC-Geschichte auf sich hat. Ja, ja, Ihr erinnert Euch nicht mehr, weil Ihr uns damals nicht ernst genommen hattet. „Nur wieder so ein kurzer Hype, morgen ist der vorbei“, Weiterlesen

Knochenmann statt Ballett – war ein Fehler!

Der KnochemannFür gestern Abend hatten wir eigentlich Ballettkarten, sind aber irgendwie zu spät losgefahren und dann eine halbe Stunde im Stau gestanden …  wir haben uns dann spontan für einen ganzen Kinofilm statt einer halben Ballettaufführung entschieden und sind deshalb kurz vor der Staatsoper Richtung Kino abgebogen. Auf Platz eins meiner Wunschliste stand „Der Knochenmann„. Zum einen bin ich ein großer Freund der Romane von Wolf Haas, zum anderen ein Fan von Joesf Hader und außerdem finde  ich, dass die zwei bisherigen Verfilmungen der Brenner-Romane („Komm, süßer Tod“ und „Silentium“) zwei wirklich gelungene Filme sind, da die Selbstironie, der Witz und die Spannung der Romane erfolgreich ins Medium Film transportiert wurde. Aber wenn man mit solch großer Erwartung ins Kino geht, kann man eigentlich nur enttäuscht werden.

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Geochaching und Kulturmarketing

Ende letzten Jahres hatte ich viel über die Geocaching-Community gelesen und hatte da (im Rahmen eines Community-Marketing-Projekts) eine Idee, wie man da etwas für ein Projekt im Bereich Kulturmarketing machen könnte. Viel will ich (bzw. darf ich) dazu noch nicht verraten, auf jeden Fall habe ich Anfang Januar einen Selbstversuch gestartet und war zum ersten Mal beim „Geochachen“. Ich war ziemlich skeptisch, hielt das für etwas kindisch,  muss aber sagen: hat Spaß gemacht!  Weiterlesen