Kaktuskunst am Karfreitag?

Kaktus ans Kreuz?Letzten Ostern ging Kippenbergers Frosch am Kreuz mit dem wunderbaren Titel „Die Füße zuerst“ durch die Medien. Inspiriert von dieser 1990 entstandenen köstlich-postmodernen (oder posttraumatischen?) Installation bot mir kürzlich der befreundete Medien- und Installationskünstler Marcel Engel an, am diesjährigen Karfreitag in einer kleinen Performance den Kaktus ans Kreuz zu nageln und dies auf Video zu dokumentieren (der vorgeschlagene Arbeitstitel lautet „Passion Cacti – Ohne Dornenkrone“). Weiterlesen

Unsinn 2.0 – Warum sich manch ein Kulturbetrieb mit webzweinulligen Marketing selbst ins Bein schießt

Gerade habe ich eine Einreichung für das Unwort des Jahres 2009 abgeschickt: Zweinull. Ja, ich kann es eigentlich nicht mehr hören. Um es gleich vorab zu sagen: ich hab nichts gegen Web 2.0 – ganz im Gegenteil. Aber wenn ich heute Mitarbeiter aus Theaterbetrieben, Museen oder Hochschulen voller Begeisterung über das „neue Web 2.0″ reden höre, kommen mir die Tränen. Das „neue“ Web 2.0? Mein Gott, es ist ein alter Hut, wir hatten Euch davon doch schon vor drei – ach – vier Jahren erzählt, erinnert Ihr Euch nicht mehr? Damals mussten wir Euch in unseren Vorträgen noch erklären, was  YouTube ist, was man unter einem Blog versteht und was es mit dieser UGC-Geschichte auf sich hat. Ja, ja, Ihr erinnert Euch nicht mehr, weil Ihr uns damals nicht ernst genommen hattet. „Nur wieder so ein kurzer Hype, morgen ist der vorbei“, Weiterlesen

Knochenmann statt Ballett – war ein Fehler!

Der KnochemannFür gestern Abend hatten wir eigentlich Ballettkarten, sind aber irgendwie zu spät losgefahren und dann eine halbe Stunde im Stau gestanden …  wir haben uns dann spontan für einen ganzen Kinofilm statt einer halben Ballettaufführung entschieden und sind deshalb kurz vor der Staatsoper Richtung Kino abgebogen. Auf Platz eins meiner Wunschliste stand „Der Knochenmann„. Zum einen bin ich ein großer Freund der Romane von Wolf Haas, zum anderen ein Fan von Joesf Hader und außerdem finde  ich, dass die zwei bisherigen Verfilmungen der Brenner-Romane („Komm, süßer Tod“ und „Silentium“) zwei wirklich gelungene Filme sind, da die Selbstironie, der Witz und die Spannung der Romane erfolgreich ins Medium Film transportiert wurde. Aber wenn man mit solch großer Erwartung ins Kino geht, kann man eigentlich nur enttäuscht werden.

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Geochaching und Kulturmarketing

Ende letzten Jahres hatte ich viel über die Geocaching-Community gelesen und hatte da (im Rahmen eines Community-Marketing-Projekts) eine Idee, wie man da etwas für ein Projekt im Bereich Kulturmarketing machen könnte. Viel will ich (bzw. darf ich) dazu noch nicht verraten, auf jeden Fall habe ich Anfang Januar einen Selbstversuch gestartet und war zum ersten Mal beim „Geochachen“. Ich war ziemlich skeptisch, hielt das für etwas kindisch,  muss aber sagen: hat Spaß gemacht!  Weiterlesen

365 Tage Kaktus – Ein Fazit

Für das letzte Jahr hatte ich mir große Ziele gesetzt: jeden Tag ein Foto des Kaktus in ein Blog zu stellen. Und ich habe es sogar geschafft – egal ob im Theater, in der Oper, im Urlaub, beim Umzug, im Flugzeug, in der Bahn oder im Museum – der Kaktus war täglich dabei und wurde dabei fotografiert. Ein zweites Ziel habe ich jedoch nicht geschafft: Hin und wieder sollte dem Kaktusfoto ein Text hinzugefügt werden, in dem Themen aus dem aktuellen Kunst- und Kulturdiskurs aufgegriffen werden sollten und sich mit dem Motto „Kunst ist auch Kaktus“ auseinandersetzen. Dazu hatte ich mir leider viel zu selten Zeit nehmen können, viele Ideen sind einfach verpufft und aus Mangel an Zeit habe ich dann meist nur die Fotos online gestellt – ohne den eigentlich geplanten beschreibenden Text.

Ja, bloggen kostet viel viel Zeit – vor allem wenn es gut werden soll. Deshalb habe ich für das Blog im Jahr 2009 andere Pläne: der Kaktus wird nicht mehr täglich dabei sein sondern nur noch an Tagen, an den es wirklich etwas über Kunst, Kultur oder irgendwas Kurioses zu berichten gibt – vielleicht zwei oder dreimal im Monat. Weniger ist mehr!

Unter „kunstistauchkaktus projekt 2008“ ist das gesamte letzte Jahr archiviert – hier nur ein paar Eindrücke: